Piratoons: An die Schiffe, fertig, los!

Bild Heidelberger Spieleverlag

„In der Schänke zu den „Vier Weltmeeren“, wo Rum und Met in Strömen fließen, geben sich Piraten ihren Tagträumen hin und lauschen Geschichten von längst vergessenen Schätzen.“ (Spielanleitung)

Und wir lauschen auch den Geschichten hier, vor allem der Legende von der Pelikanzunge. Große Schätze sind einem hier sicher. Aber die Plätze an Bord sind begrenzt, so dass die Spieler zeigen müssen, dass sie die richtigen sind.

Für das Abenteuer ist eine gute Beobachtungsgabe, Schnelligkeit und ein rücksichtsloses Gespür für den richtigen Moment gefragt.

Im Wettkampf geht es darum, das größte, schönste aber auch bestens ausgerüstete Schiff zu bauen. Wer dies nicht kann, ist es nicht würdig mitzukommen.

Das Spiel beginnt

Die Spielschachtel ist schwer, wegen des vielen Materials. Alles wurde dabei hervorragend illustriert, es sind hier vor allem die Details, die das Piratenherz höher schlagen lassen. Vor allem ist das Material sehr stabil, ideal für Kinderspiele.

Zum Material gehören Schiffskörper, Segel, Bullaugen, Kanonen und all das, was ein Piratenschiff so benötigt. All diese Dinge fließen nachher in die Wertung ein.

Dabei geht es nicht nur um das schnellste Schiff, sondern auch um die Fässer, die neben dem Schiff schwimmen. Aber diese gibt es nur bei den Schiffsteilen mit den hohen Aufbauten. Aber dafür bekommt man hier nicht so viele Segel unter. Man muss genau abwägen, was man will.

Außerdem muss man darauf achten, dass die Schiffsteile zusammenpassen, das sieht man an den kleinen Symbolen. Passen sie zusammen, gibt es mehr Punkte. Denn in diesem Spiel gibt es auch Minuspunkte und so kann aus einem schon fast sicheren Sieg eine Niederlage werden.

Jeder Spieler bekommt seine Spielfiguren und seine zwei Schiffsteile. Die Schiffsanbauteile werden gemischt und in mehreren Stapeln um die Truhe gelegt.

Die Schiffsteile werden ebenfalls gemischt und verdeckt neben der Truhe abgelegt. In jeder Runde wird eine entsprechende Anzahl an Schiffsanbauteilen in die Truhe gelegt.

Deckel drauf und dann wird die Truhe gelegt. Deckel auf, Sanduhr gedreht und schon können die Spieler sehen, was für die Versteigerung zur Verfügung steht.

Gesteigert wird in der Form, dass man seine Figur oder Figuren auf das Teil legt, das man ersteigern will. Hat man zum Schluss die Mehrheit, bekommt man das Teil. Zum Schluss werden dann noch Schiffsteile versteigert. Hier bietet man sein Gold. Egal ob beim Versteigern mit den Figuren oder mit dem Gold, gibt es einen Gleichstand zwischen den Spielern, hebt sich das auf und beide bekommen nichts.

In der nächsten Phase werden die arbeitslosen Piraten bezahlt, das sind die Piraten, die nicht zum Einsatz gekommen sind. Man kümmert sich schließlich um die Kollegen Piraten, die auf dem Schiff bleiben mussten. Und zum Schluss werden die Teile verbaut, die man erhalten hat.

Insgesamt gibt es acht Durchläufe, bevor es zur Wertung kommt.

Fazit

Das Spiel besticht durch seine einfachen Regeln, aber mit den durchaus vielen Möglichkeiten, um auf das Spiel Einfluss zu nehmen. Und so verläuft jede Runde anders als die davor. Die Spielfüchse werden sich dabei versuchen, gegenseitig zu überbieten. Aber Vorsicht, andere können dann der lachende Dritte sein.

Kinder unter 10 Jahren erfassen diese Vielfalt nicht. Aber man kann ja hier und da einmal ein Auge zudrücken. Das Spiel wäre eher etwas für Kinder ab 10 Jahre. Die ideale Besatzung für das Spiel sind vier Spieler und hier macht es richtig Spaß.

Es ist etwas hektisch, aber das ist ja auch der Reiz dieses Titels. Ein weiterer Pluspunkt ist die Grafik des Spiels, die detailverliebt einlädt, genauer hinzuschauen, so dass man in den knallharten Piratenalltag eintauchen kann.

Insgesamt ein einfaches aber anspruchsvolles Spiel für die ganze Familie.

  • Spieleranzahl 2 – 4
  • Alter ab 8 Jahre
  • Autor Olivier Grégoire Thibaut Quintens
  • Illustrator Amandine Flahaut, Antoine Petit, Olivier Bogarts, Nina Clauzel
  • Verlag Heidelberger Spieleverlag
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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 20 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.