Switch Test: Die Siedler: Neue Allianzen

Bild Ubisoft

Seit 1993 gibt es die Siedler, welche von Volker Wertich auf dem PC aktiviert wurden, und seitdem ist sich das Spiel im Grunde nach treu geblieben. Neu aber ist, dass die Siedler erstmalig die Konsolen besiedeln.

Die Siedler®: Neue Allianzen, der neueste Teil der legendären Echtzeit-Aufbaustrategiespielreihe, wird morgen für den PC erscheinen. Das Spiel wird über den Epic Games Store und den Ubisoft Store erhältlich sein und es wird ebenfalls möglich sein, über ein Ubisoft+ Abonnement Zugang zum Spiel zu erhalten.

Die Siedler: Neue Allianzen wurde von Ubisoft Düsseldorf entwickelt und ist eine moderne Version der traditionsreichen Die Siedler-Reihe, die ein ausgeklügeltes Infrastruktur- und Wirtschafts-Gameplay mit taktischen Echtzeit-Schlachten kombiniert.

Spieler erkunden zu Anfang mit einer kleinen Gruppe von Siedlern ihre Umgebung, bauen ihre Siedlungen auf und optimieren ihre Ressourcenproduktion.

Ziel des Spiels ist die Erschaffung eines funktionierenden Wirtschaftssystems. Die militärische Seite war dabei für mich nie wichtig.

Dieses Bausystem wurde hiermit relativ vereinfacht, so dass gerade auch Spieleinsteiger damit zurechtkommen können. Gerade die Nahrung ist für die militärische Seite sehr wichtig.

Die einfachen Einheiten fordern halt Brot und andere wiederum Fleisch, welches man durch die Jagd erhält. Das Fleisch wird dann in einer Metzgerei zu Wurst verarbeitet.

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Wichtig bei der Errichtung der Warenkreisläufe ist der Aufbau von Lagerhäusern, die dann im Einzugsgebiet aufgebaut werden müssen. Diese Lagerhäuser haben feste Träger, die die Erzeugnisse abholen. Kurze Wege beschleunigen das Wirtschaftssystem, denn sonst werden diese im zentralen Lager eingelagert und so entstehen viel zu lange Wege.

Aber wie sieht es im Spiel aus?

Die Siedler bietet eine Einführung in das Spiel, wo die einzelnen Bereiche, wie Bauen, Handel usw., vorgestellt werden.

Auch kann man in diesem Bereich ein freies Spiel starten. Aber leider immer nur mit den gleichen Bedingungen. Aber beginnen wir erst einmal mit der Grafik, denn hier haben die Siedler schon immer gepunktet und auch in diesem Fall ist der Titel ein Augenschmaus.

Die Geschichte in der Kampagne wird mittels Videos vorangetrieben. Unterlegt wurde das Spiel mit einem angenehmen Sound und Geräuschkulisse. Das Wichtige im Spiel ist der Aufbau einer Warenproduktionskette.

So muss eine Getreidefarm aufgebaut werden. Von hier aus geht das Getreide zur Mühle und anschließend zum Bäcker. So sind die Produktionsketten logisch aufgebaut.

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Am Anfang sind Holz, Stein und Nahrung wichtig, ehe es weitergeht, wie mit Werkzeugproduktion.

Und all diese Dinge werden zum Lagerhaus transportiert. Daher müssen die errichteten Gebäude mit einem Weg verbunden werden, die dann zum Lagerhaus führen.

Die Switch wird besiedelt

Zugegeben, so denkt jeder, ist die Maus in puncto Steuerung eines Spiels genauer. Das ist halt ein Denkfehler, durch das Rein- und Rauszoomen kann man ganz genau die Punkte ansteuern, wo die entsprechenden Gebäude oder Wege errichtet werden sollen, man handelt oder gar Kämpfe führt.

Das stellt alles kein Problem dar.

Trotzdem wird empfohlen, die Einführungen zu spielen, um alles kennenzulernen. Was in dem Fall ein großes Plus ist, dass man über die Switch auf dem Bildschirm spielt. So können die Eltern mit zuschauen, wie das Siedeln vorangeht.

Sie lernen Produktionsketten kennen, aus einem Baum müssen dann halt Bretter werden und auf der anderen Seite wird wieder aufgeforstet. Damit sind die Siedler auch sehr lehrreich.

Fazit

Aus den knuffigen Siedlern sind nun halt menschliche Figuren geworden. Aber das spielt in diesem Spiel eigentlich keine Rolle, denn das Siedeln macht in dem Fall einfach Spaß und ist von der Grafik ein Augenschmaus.

Auf alle Fälle sollte man vorher die Einführung spielen, um mit der Steuerung zurecht zu kommen. Was leider fehlt, ist ein Sandkastenmodus, wo man halt einfach unter verschiedenen Vorgaben eine neue Welt besiedeln kann, so wie man es von den Anno Spielen kennt.

Der wirtschaftliche Teil wurde gegenüber den Vorgängern entschlackt, was aber hier nicht vorteilhaft ist, so kann man keine Ware priorisieren. Es wird konstant geliefert.

Und bei den Kämpfen fehlen die taktischen Möglichkeiten. Hier schickt man die Truppen einfach so los, ohne dass man Flanken bildet oder anderweitig abstellt. Die Siedler sind somit eher für Spieler, die halt erste Erfahrungen mit Aufbauspielen sammeln. Für alle anderen fehlen hier die Herausforderungen.

 

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 20 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.