Gulli-Piratten

Bild Heidelberger Spielverlag

Der Schrecken der Kanalisation
Aufgabe eines jeden Spielers ist es, die Mitglieder seiner Bande geschickt auf den drei Fregatten zu verteilen, bevor sie auf eine Kaperfahrt in der Kanalisation starten.

Dort müssen sie möglichst viele der wertvollen Schätze aus den Kanälen fischen, um die meisten Siegpunkte erspielen zu können.

Ob Fast Food-Reste, verlorengegangene Puppen oder Konservendosen – alles kann unermesslichen Reichtum, Wohlstand und einen vollen Magen bescheren.

Spielverlauf

Nachdem sich jeder Spieler seine eigene Mannschaft mithilfe der Sippenkarten zusammengestellt hat, werden Talismankarten als verdeckte Handkarten gezogen. Anschließend kann eine von vier möglichen Aktionen ausgeführt werden.

Sollte man die Variante „2 Karten ziehen“ wählen, wird somit die Kartenhand aufgefüllt. Das Ziel eines jeden Pirat(t)en ist es, so viele Schätze wie möglich abzugreifen.

Um dies zu erreichen, muss man die Bandenmitglieder auf die drei Fregatten schicken (Aktion 2). Dabei muss für jedes freie Feld, das dabei übersprungen wird, mit einer Talismankarte mit dem entsprechenden Symbol bezahlt werden.

Kapitän werden (Aktion 3) darf man erst, wenn zwischen der Figur und dem Kapitänsfeld kein Feld mehr frei ist. Aktion 4 „In See stechen“ muss ausgeführt werden, wenn zu Beginn des Zuges eines Spielers eine seiner Figuren der Kapitän auf einer Fregatte ist. Er muss mit dieser Fregatte in See stechen und darf keine andere Aktion auswählen.

Jetzt werden die Schätze verteilt. Der Kapitän erhält das Bonusplättchen und einen Schatz. Anschließend dürfen sich die 2 Pirat(t)en in der Mannschaftsfolge hinter dem Kapitän einen Schatz aussuchen.

Die Pirat(t)en gehen nun von Bord und leer ausgegangene Mannschaftsmitglieder rücken ein Feld vor.

Jede Figur hat eine individuelle Spezialfähigkeit. Wenn diese clever eingesetzt wird, hat man den Sieg schon so gut wie in der Tasche.

Das Spiel endet, wenn kein Treibguthaufen, der das Bonusplättchen sowie die Schätze enthält, gebildet werden kann. Jetzt wird abgerechnet.

Bild Heidelberger Spielverlag

Der Wert der erbeuteten Schätze wird bestimmt und der Pirat(t) mit den meisten Punkten wird als Sieger ermittelt.

Fazit

Gulli-Piratten bedarf einer intensiven Spielvorbereitung aufgrund der umfangreichen Spielanleitung (7 Seiten) und der vielen Regeln. Hat man sich aber erst einmal durch die Anleitung gekämpft, stellt man ganz schnell fest, dass die Spielregeln eigentlich ganz einfach sind und das Spiel großen Spaß macht.

Unterschiedliche Spieloptionen können den Spielverlauf vereinfachen oder aber auch abwechslungsreicher gestalten, was sehr lobenswert ist. Obwohl das Cover des Spielkartons vielleicht erst einmal abschreckend wirkt, stellt man schnell fest, dass das Spiel nicht so grausam ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Empfehlenswert!

  • Verlag: Heidelberger Spieleverlag
  • Spieler: 2 – 5
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Spieldauer: ca. 60 Minuten
  • Inhalt: 30 Plastikminiaturen, 20 Color-Clicks, 3 Schiffspläne, 2 Übersichtstafeln, 42 Beutemarker, 14 Beute- Upgrademarker, 54 Talismankarten, 6 Tiersippenkarten, Spielanleitung

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Über Silke Stegemann 124 Artikel
Schreibt und testet für das Kinderspielmagazin. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.