Orongo

Bild Ravensburger

Auf geht es zu den Osterinseln, die zu Chile gehören. Sie wurden durch die monumentalen Steinfiguren bekannt. Die Moai zählen zum UNESCO Weltkulturerbe. Diese Steinfiguren müssen in diesem Spiel errichtet werden, weil man schließlich die Götter beeindrucken will.

Aber bevor man dies kann, muss man an die Ressourcen, wie Nahrung, Eier oder Steine heran, denn ohne die geht es nicht. Weiterhin wird für die Steinfigur auch ein passender Bauplatz am Strand benötigt.

Und ohne Muscheln, die hier auch Zahlungsmittel sind, geht nichts.

Unsere Osterinsel ist unterteilt in sechseckige Palmen- und Zahlenfelder. Auf allen Palmenfeldern an der Küste, dazu gehört auch die bedeutende Kultstätte Orongo, dürfen die Spieler ihre Moai errichten. Die Zahlenfelder zeigen die jeweiligen Ressourcen, die sie dafür benötigen.

Zu Beginn jeder neuen Runde werden verdeckt diese Ressourcen-Plättchen gezogen und entsprechend ihrer Nummern auf dem Spielplan verteilt. Dann nehmen die Spieler geheim Muscheln in die Hand, die man hinter einem Sichtschirm versteckt hat.

Auf diesem Sichtschirm ist ersichtlich, welche Rohstoffe die Spieler benötigen, um eine Steinfigur zu errichten. Mit den Muscheln in der Hand wird geboten, wer die meisten Muscheln in der Hand hält, bekommt das Recht, mit drei Chips sich die jeweiligen Ressourcen zu sichern.

Die nachfolgenden Spieler haben dann weniger Chips zur Verfügung. Die Muscheln des meistbietenden werden in den Atoll gelegt. Die anderen Spieler behalten die Muscheln. Man kommt nur an Muscheln heran, wenn man mal keine Muscheln bietet. Dann erhält der Spieler die Muscheln auf dem Atoll.

Hat man dann ein zusammenhängendes Feld mit Rohstoffen und Bauplatz, kann die Steinfigur errichtet werden. Die eingesetzten Rohstofffelder werden dann mit Muscheln markiert, so dass man diese Felder nicht noch einmal nutzen kann.

Und so wird es nach und nach sehr eng, denn der Muschelvorrat schmilzt langsam dahin.

Wenn jemand die letzte Figur gesetzt hat, ist das Spiel beendet.

Er zählt zu den bekanntesten Spieleautoren in Deutschland, Dr. Reiner Knizia. Er ist Mathematiker und Unternehmensplaner, hat in London gearbeitet und an verschiedenen Universitäten steht er als Dozent vor den Studenten. Ein Mann, der die Welt, also nicht nur die Spielwelt kennt.

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Bei seinen Spielen bemerkt man, dass ein Mathematiker dahinter steht, denn sie sind logisch und stimmig aufgebaut. Trotzdem oder gerade deswegen gehen sie leicht von der Hand. Er hat nicht nur Spaß in die Familien mit seinen Spielideen gebracht, nein er hat auch junge Spieleautoren inspiriert.

Fazit

Orongo ist ein Taktikspiel und ein echter Knizia, da es komplett durchdacht und einfach perfekt spielbar ist.

Am Anfang sieht alles ein wenig planlos aus, wenn man seine Chips ablegt, aber davon muss man sich schnell trennen, denn man muss schon taktisch herangehen, ehe einer der Gegenspieler die besten Plätze und Rohstoffe wegschnappt. So muss man seine Gegenspieler immer im Auge haben. Außerdem sieht man beim Bieten, worauf es die Spieler abgesehen haben.

Gerade diese taktischen Elemente machen das Spiel so spielenswert und stehen für Knizia, der diese Sachen immer gut durchdacht hat.

Auch das Spielmaterial passt zum Spiel, vor allem die Idee mit den Muscheln passt genau zu diesem Spielkonzept.

  • Autor Reiner Knizia
  • für 2 – 4 Spieler
  • ab 10 Jahren
  • ca. 35 Euro
  • Verlag Ravensburger
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Über Die Redaktion 13906 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 20 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.